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intramurale ektopische Ureteren
Beim intramuralen Verlauf erreicht der Harnleiter zunächst die Harnblase, zieht dann jedoch innerhalb der Blasen- oder Harnröhrenwand weiter nach hinten und öffnet sich an einer falschen Stelle.
Diese Form kommt beim Hund besonders häufig vor. Bei geeigneter Anatomie kann sie bei Hündinnen endoskopisch mit einem Laser behandelt werden.
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Extramuraler ektopischer Ureter
Ein extramuraler Harnleiter umgeht die Harnblase vollständig und mündet direkt in die Harnröhre oder den Genitaltrakt.
Diese Form kann nicht durch eine einfache endoskopische Öffnung des intramuralen Tunnels korrigiert werden. In solchen Fällen ist in der Regel eine offene oder minimalinvasive chirurgische Neuimplantation des Harnleiters erforderlich.
Angeborene Fehlmündung der Harnleiter – moderne Diagnostik und minimalinvasive Laserbehandlung
Verliert ein junger Hund bereits seit dem Welpenalter unkontrolliert Urin, kann ein **ektopischer Ureter** die Ursache sein. Dabei mündet ein Harnleiter nicht an seiner vorgesehenen Stelle in die Harnblase, sondern weiter hinten in die Harnröhre oder in den Genitaltrakt.
Betroffene Hunde können häufig normal urinieren, verlieren aber zusätzlich ständig oder phasenweise Urin. Besonders typisch sind feuchtes Fell, Uringeruch und Hautentzündungen im Bereich von Vulva, Penis oder Hintergliedmaßen.
In unserer Praxis diagnostizieren wir ektopische Ureteren mit moderner Bildgebung und Endoskopie. Bei Hündinnen mit einem **intramural verlaufenden ektopischen Ureter** können wir die Fehlmündung in vielen Fällen schonend und minimalinvasiv mit einem Holmium:YAG-Laser behandeln.
Ektopische Ureteren beim Hund
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## Kann ein Hund mit ektopischem Ureter normal urinieren?
Ja. Viele betroffene Hunde setzen bewusst normale Urinmengen ab und verlieren trotzdem zusätzlich unkontrolliert Urin. Ein normaler Harnabsatz schließt einen ektopischen Ureter daher nicht aus.
## Sind nur Hündinnen betroffen?
Nein. Ektopische Ureteren kommen auch bei Rüden vor, werden dort jedoch seltener diagnostiziert. Die Untersuchung und endoskopische Behandlung sind beim Rüden technisch anspruchsvoller.
## Kann man einen ektopischen Ureter im Ultraschall erkennen?
Manchmal ja. Ein erweiterter Harnleiter oder eine auffällige Einmündung kann im Ultraschall sichtbar sein. Ein unauffälliger Ultraschall schließt einen ektopischen Ureter jedoch nicht sicher aus.
## Welche Untersuchung ist am zuverlässigsten?
Die beste diagnostische Strategie hängt vom Einzelfall ab. Kontrastmittel-CT und Zystoskopie bieten besonders detaillierte Informationen. Die Endoskopie erlaubt zusätzlich die direkte Beurteilung der Mündungsstellen und bei geeigneten intramuralen Ureteren die unmittelbare Laserbehandlung.
## Kann jeder ektopische Ureter mit dem Laser behandelt werden?
Nein. Die Laserbehandlung eignet sich vor allem für intramural verlaufende ektopische Ureteren. Extramurale Ureteren müssen in der Regel chirurgisch neu in die Harnblase eingepflanzt werden.
## Muss der Bauch für die Laserbehandlung eröffnet werden?
Nein. Die Behandlung erfolgt bei der Hündin über die natürlichen Harnwege mit einem Endoskop und einer sehr feinen Laserfaser. Ein Bauchschnitt ist bei der rein endoskopischen Laserablation nicht erforderlich.
## Ist der Hund nach der Laserbehandlung sofort kontinent?
Manche Hunde zeigen bereits kurz nach der Behandlung eine deutliche Besserung. Bei anderen entwickelt sich die Kontinenz über einen längeren Zeitraum. Besteht zusätzlich eine Schließmuskelschwäche, können Medikamente oder weitere Behandlungen notwendig sein.
## Wie lange muss der Hund nach dem Eingriff in der Praxis bleiben?
Dies hängt vom individuellen Verlauf und den zusätzlich durchgeführten Untersuchungen ab. Viele Patienten können nach komplikationsloser Erholung aus der Narkose am selben oder folgenden Tag nach Hause entlassen werden.
## Was passiert, wenn der Hund trotz Korrektur weiterhin Urin verliert?
Dann wird geprüft, ob eine zusätzliche Schließmuskelschwäche, Infektion, Blasenfunktionsstörung oder weitere Fehlbildung besteht. Abhängig vom Befund können Medikamente, Urethral Bulking oder andere spezialisierte Therapien sinnvoll sein.
# Termin und Überweisung
Bei Verdacht auf einen ektopischen Ureter können Sie Ihren Hund direkt oder nach Überweisung durch Ihre Haustierarztpraxis bei uns vorstellen.
Hilfreich sind vorhandene:
* Ultraschallbilder,
* Röntgen- oder CT-Aufnahmen,
* Laborbefunde,
* Urinkulturen,
* Operationsberichte,
* und Informationen zu bisherigen Medikamenten.
So können wir die weitere Diagnostik möglichst gezielt planen.
Intramurale und extramurale ektopische Ureteren
Für die Therapie ist entscheidend, welchen anatomischen Verlauf der Harnleiter nimmt.
Nicht jeder junge inkontinente Hund hat einen ektopischen Ureter
Auch andere Erkrankungen können bei jungen Hunden zu Urinverlust oder Unsauberkeit führen. Dazu gehören:
* Harnwegsinfektionen,
* angeborene Fehlbildungen der Harnblase oder Harnröhre,
* ein persistierender Urachus,
* vaginale Fehlbildungen,
* eine unterentwickelte Harnblase,
* eine Schließmuskelschwäche der Harnröhre,
* neurologische Erkrankungen,
* eine unvollständige Blasenentleerung,
* vermehrte Urinproduktion bei internistischen Erkrankungen,
* Verhaltens- oder Erziehungsprobleme.
Deshalb sollte vor jeder Therapie eine strukturierte urologische Diagnostik erfolgen.
Typische Symptome eines ektopischen Ureters
Das Leitsymptom ist ein unwillkürlicher Urinverlust, der häufig bereits kurz nach der Geburt oder im Welpenalter auffällt.
Typische Hinweise sind:
* ständiges oder wiederkehrendes Urintröpfeln,
* nasses Fell im Bereich der Vulva oder des Penis,
* Urinverlust im Liegen oder Schlaf,
* Uringeruch trotz normaler Pflege,
* häufiges Lecken an Vulva oder Penis,
* gerötete oder entzündete Haut,
* wiederkehrende Harnwegsinfektionen,
* häufiges oder schmerzhaftes Wasserlassen,
* auffallend häufiges Hocken bei Hündinnen,
* normale bewusste Urinabsätze trotz zusätzlichem Urinverlust.
Ein Hund mit ektopischem Ureter kann seine Harnblase häufig normal entleeren. Der normale Harnabsatz schließt die Erkrankung daher nicht aus.
Was ist ein ektopischer Ureter?
Die beiden Harnleiter transportieren den in den Nieren gebildeten Urin normalerweise in die Harnblase. Dort münden sie im Bereich des sogenannten Trigonums in die Blasenwand.
Bei einem ektopischen Ureter liegt eine angeborene Entwicklungsstörung vor. Ein oder beide Harnleiter enden nicht an der normalen Position in der Harnblase, sondern münden beispielsweise:
* in die Harnröhre,
* in den Blasenhals,
* in die Scheide,
* in den Scheidenvorhof,
* oder beim Rüden im Bereich der prostatischen beziehungsweise pelvinen Harnröhre.
Da die Fehlmündung hinter dem eigentlichen Blasenschließmechanismus liegen kann, gelangt Urin unkontrolliert nach außen.
Ektopische Ureteren können einseitig oder beidseitig auftreten. Gleichzeitig können weitere Fehlbildungen der Harnwege oder eine zusätzliche Schließmuskelschwäche bestehen.
Welche Hunde sind betroffen?
Ektopische Ureteren werden deutlich häufiger bei Hündinnen diagnostiziert. Die Symptome beginnen häufig bereits im Welpen- oder Junghundealter.
Eine Rasseprädisposition wird unter anderem beschrieben bei:
* Labrador Retriever,
* Golden Retriever,
* Siberian Husky,
* Neufundländer,
* Pudel,
* West Highland White Terrier,
* Foxterrier,
* Entlebucher und Appenzeller Sennenhund.
Grundsätzlich kann die Fehlbildung jedoch bei jeder Hunderasse und auch bei Mischlingen auftreten.
Bei Rüden werden ektopische Ureteren vermutlich häufiger übersehen, weil die längere Harnröhre und der stärkere Schließmechanismus einen vollständigen Urinverlust teilweise verhindern können.
Besonders wichtig ist die Frage, seit wann der Urinverlust besteht. Eine seit dem Welpenalter vorhandene Inkontinenz spricht stärker für eine angeborene Erkrankung als ein erstmals im höheren Alter auftretender Urinverlust.
Wir untersuchen außerdem:
* Haut und Fell im Genitalbereich,
* Vulva oder Präputium,
* Scheidenvorhof und vaginale Strukturen,
* neurologische Funktion,
* Füllung und Entleerbarkeit der Harnblase,
* Hinweise auf begleitende Fehlbildungen.
Urinuntersuchung und Urinkultur
Durch den ständigen Kontakt der Harnwege mit dem äußeren Genitalbereich können Harnwegsinfektionen begünstigt werden.
Vor einem Eingriff sollte deshalb möglichst eine steril gewonnene Urinprobe untersucht werden. Bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion ist eine Urinkultur mit Resistenztest sinnvoll.
Eine bestehende Infektion sollte vor oder begleitend zur definitiven Behandlung kontrolliert werden.
Ultraschall der Harnwege
Mit dem Ultraschall beurteilen wir:
* Nieren,
* Nierenbecken,
* Harnleiter,
* Harnblase,
* Blasenhals,
* Prostata beim Rüden,
* mögliche Erweiterungen oder Entzündungszeichen.
Ein ektopischer Ureter kann im Ultraschall sichtbar sein. Ein unauffälliger Ultraschallbefund schließt die Erkrankung jedoch nicht sicher aus.
Kontrastmittel-CT der Harnwege
Eine CT-Ausscheidungsurographie kann den Verlauf der Harnleiter von den Nieren bis zur Harnblase dreidimensional darstellen.
Dabei können unter anderem erkannt werden:
* einseitige oder beidseitige Ektopie,
* erweiterte Harnleiter,
* Veränderungen der Nieren oder Nierenbecken,
* der Eintritt des Harnleiters in die Blasenwand,
* ein möglicher intramuraler Verlauf,
* begleitende Fehlbildungen.
Die CT-Untersuchung ist besonders hilfreich, wenn die Anatomie unklar ist, mehrere Fehlbildungen vermutet werden oder eine chirurgische Therapie geplant werden muss.
Zystoskopie und Urethroskopie
Die Endoskopie von Harnröhre und Harnblase ist insbesondere bei Hündinnen eine zentrale Untersuchung.
Mit einem dünnen Endoskop können wir:
* Harnröhre und Blase direkt betrachten,
* die normalen Harnleitermündungen beurteilen,
* eine ektopische Öffnung identifizieren,
* den intramuralen Verlauf nachvollziehen,
* Scheide und Scheidenvorhof untersuchen,
* begleitende Fehlbildungen erkennen,
* und bei geeigneter Anatomie unmittelbar die Laserbehandlung durchführen.
CT und Endoskopie ergänzen sich. Während das CT den gesamten oberen und unteren Harntrakt abbildet, erlaubt die Endoskopie die direkte Beurteilung der inneren Strukturen und gegebenenfalls die sofortige Therapie.
Minimalinvasive Laserbehandlung eines intramuralen ektopischen Ureters Seit 2010 Erfahrung mit dem Holmium:YAG-Laser
Unsere Praxis arbeitet bereits seit **2010 mit einem urologischen Holmium:YAG-Laser**. Nach unserer Kenntnis gehörten wir damit zu den ersten und möglicherweise zur ersten tierärztlichen Praxis in Deutschland, die diese spezielle Lasertechnik in der Kleintierurologie einsetzte.
Der Holmium:YAG-Laser wird in unserer Praxis unter anderem für endoskopische Eingriffe an den unteren Harnwegen eingesetzt. Dazu gehören die Laserzertrümmerung von Harnsteinen und die minimalinvasive Behandlung intramuraler ektopischer Ureteren bei Hündinnen.
Diese langjährige Erfahrung verbindet moderne Laserchirurgie mit hochauflösender Endoskopie und spezialisierter urologischer Diagnostik.
Wie funktioniert die Laserablation?
Bei einem intramuralen ektopischen Ureter verläuft der Harnleiter über eine längere Strecke innerhalb der Wand von Harnblase und Harnröhre.
Unter endoskopischer Sicht wird eine sehr dünne Laserfaser bis zur ektopischen Harnleitermündung vorgeschoben. Anschließend wird die trennende Gewebewand zwischen dem intramuralen Harnleitertunnel und der Harnblase schrittweise eröffnet.
Dadurch wird:
* der intramurale Tunnel geöffnet,
* die funktionelle Harnleitermündung nach vorne in die Harnblase verlagert,
* und der Urin wieder innerhalb des normalen Blasenschließmechanismus abgegeben.
Der Harnleiter wird dabei nicht entfernt. Vielmehr wird der falsch verlaufende, innerhalb der Wand liegende Abschnitt kontrolliert in die Harnblase eröffnet.
Die Methode wird international als **cystoscopic-guided laser ablation**, kurz CLA-EU, bezeichnet.
Vorteile der minimalinvasiven Lasertherapie
Gegenüber einer offenen Operation bietet das endoskopische Verfahren bei geeigneten Patienten wichtige Vorteile:
* kein großer Bauchschnitt,
* kein Eröffnen der Bauchhöhle,
* keine chirurgische Durchtrennung und Neuimplantation des Harnleiters,
* präzise Behandlung unter direkter endoskopischer Sicht,
* geringe Belastung des umliegenden Gewebes,
* meist kurze Narkose- und Erholungsphase,
* häufig ambulante oder kurzstationäre Versorgung,
* direkte Beurteilung von Harnröhre, Blase, Scheide und Harnleitermündungen,
* gleichzeitige Behandlung begleitender intraluminaler Gewebebrücken möglich.
Die Laserbehandlung ist jedoch ausschließlich für einen geeigneten intramuralen Verlauf vorgesehen. Ob sie möglich ist, entscheidet sich anhand der Bildgebung und der endoskopisch sichtbaren Anatomie
Das Video zeigt die endoskopische Darstellung eines intramural verlaufenden ektopischen Ureters und die kontrollierte Eröffnung des Uretertunnels mit einer feinen Holmium:YAG-Laserfaser. Der Eingriff erfolgt vollständig über die natürlichen Harnwege, ohne Bauchschnitt.
**Hinweis:** Das Video enthält endoskopische Aufnahmen eines medizinischen Eingriffs.
Wann ist eine offene Operation notwendig?
Eine chirurgische Korrektur kann erforderlich sein, wenn:
* der Harnleiter extramural verläuft,
* eine endoskopische Darstellung nicht möglich ist,
* der intramurale Tunnel anatomisch nicht sicher eröffnet werden kann,
* gleichzeitig weitere operationspflichtige Fehlbildungen vorliegen,
* die Niere oder der Harnleiter schwer geschädigt ist,
* oder eine vorangegangene Therapie nicht ausreichend erfolgreich war.
Je nach Befund kommen eine Neuimplantation des Harnleiters in die Blase, eine Verkürzung des intramuralen Verlaufes oder in seltenen schweren Fällen weitere rekonstruktive Eingriffe infrage.
Welche Methode sinnvoll ist, wird nach Auswertung der gesamten Harnwegsanatomie individuell entschieden.
Wird der Hund nach der Behandlung vollständig kontinent?
Viele Hunde zeigen nach erfolgreicher anatomischer Korrektur eine deutliche Verbesserung. Eine vollständige Kontinenz kann jedoch nicht in jedem Fall garantiert werden.
Der Grund dafür ist, dass bei Hunden mit ektopischen Ureteren häufig zusätzliche Funktionsstörungen bestehen, beispielsweise:
* eine Schließmuskelschwäche der Harnröhre,
* eine verkürzte Harnröhre,
* eine ungünstige Lage des Blasenhalses,
* eine kleine oder unterentwickelte Harnblase,
* vaginale Fehlbildungen,
* chronische Entzündungen,
* oder weitere angeborene Veränderungen.
In einer größeren retrospektiven Untersuchung wurden nach zystoskopisch geführter Laserablation rund zwei Drittel der behandelten Hündinnen mit oder ohne zusätzliche medikamentöse Therapie als kontinent beurteilt. Ein Teil der weiterhin inkontinenten Hunde profitierte zusätzlich von einer Behandlung der Schließmuskelschwäche.
Daher unterscheiden wir zwischen:
1. der anatomischen Korrektur des ektopischen Harnleiters und
2. der Behandlung einer möglicherweise zusätzlich bestehenden funktionellen Inkontinenz.
Weitere Therapie bei verbleibender Inkontinenz
Bleibt nach erfolgreicher Korrektur ein Urinverlust bestehen, können je nach Befund weitere Maßnahmen sinnvoll sein:
* Phenylpropanolamin zur Verbesserung des Harnröhrenverschlusses,
* Estriol bei geeigneten kastrierten Hündinnen,
* endoskopisches Urethral Bulking,
* Behandlung einer Harnwegsinfektion,
* funktionelle Beurteilung der Blasenentleerung,
* in ausgewählten schweren Fällen ein hydraulischer Harnröhren-Okkluder.
Eine verbleibende Inkontinenz bedeutet deshalb nicht automatisch, dass die Laserbehandlung technisch nicht erfolgreich war.
Vor der Narkose erfolgen abhängig vom Patienten:
* klinische Untersuchung,
* Blutuntersuchung,
* Urinanalyse und gegebenenfalls Urinkultur,
* Ultraschall der Harnwege,
* Prüfung vorhandener Vorbefunde.
2. Bildgebung
Bei unklarer Anatomie oder Verdacht auf komplexe Veränderungen kann eine kontrastmittelgestützte CT-Untersuchung durchgeführt werden.
3. Endoskopische Untersuchung
Unter Narkose werden Harnröhre, Harnblase, Scheide und Harnleitermündungen endoskopisch beurteilt.
4. Laserbehandlung
Bestätigt sich ein für die Lasertherapie geeigneter intramuraler Verlauf, kann die Korrektur häufig in derselben Narkose erfolgen.
5. Nachsorge
Nach dem Eingriff überwachen wir:
* den spontanen Harnabsatz,
* mögliche Blutbeimengungen,
* Schmerzen oder Harnröhrenreizungen,
* Hinweise auf eine Infektion,
* die weitere Entwicklung der Kontinenz.
Eine geringe Blutbeimengung oder häufigerer Harndrang kann unmittelbar nach einer Endoskopie vorübergehend auftreten.
Wann sollte der Hund vorgestellt werden Eine spezialisierte urologische Untersuchung ist besonders sinnvoll, wenn:
* der Hund bereits seit dem Welpenalter Urin verliert,
* das Fell im Genitalbereich dauerhaft feucht ist,
* der Hund normal uriniert und trotzdem zusätzlich tröpfelt,
* wiederholt Harnwegsinfektionen auftreten,
* eine bisherige medikamentöse Therapie nicht hilft,
* im Ultraschall ein erweiterter Harnleiter auffällt,
* bereits der Verdacht auf einen ektopischen Ureter geäußert wurde,
* oder vor einer offenen Operation eine endoskopische Behandlungsmöglichkeit geprüft werden soll.
Je früher eine eindeutige Diagnose gestellt wird, desto eher lassen sich chronische Hautentzündungen, wiederkehrende Infektionen und eine dauerhafte Belastung für Hund und Halter vermeiden.
Spezialisierte Urologie und Lasertherapie in Meerbusch
Die Behandlung ektopischer Ureteren erfordert eine Kombination aus Erfahrung in der Endoskopie, detaillierter Kenntnis der Harnwegsanatomie, moderner Bildgebung und sicherem Umgang mit urologischer Lasertechnik.
Unter der Leitung von Fachtierarzt Dr. Jens M. Diel bieten wir in unserer Praxis:
* hochauflösende Zystoskopie und Urethroskopie,
* Ultraschalldiagnostik der Harnwege,
* dreidimensionale Schnittbilddiagnostik,
* Holmium:YAG-Lasertherapie seit 2010,
* minimalinvasive Korrektur intramuraler ektopischer Ureteren,
* Laserlithotripsie bei Harnsteinen,
* operative Rekonstruktion der unteren Harnwege,
* Behandlung begleitender Harninkontinenz,
* und eine strukturierte Betreuung komplexer Überweisungsfälle.
Unser Ziel ist nicht, jedem Patienten dasselbe Verfahren anzubieten. Entscheidend ist, die genaue anatomische und funktionelle Ursache der Inkontinenz festzustellen und daraus die schonendste sinnvolle Behandlung abzuleiten.
Häufige Fragen zu ektopischen Ureteren beim Hund
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Ist ein ektopischer Ureter angeboren?
Ja. Ein ektopischer Ureter entsteht durch eine Fehlentwicklung des Harntraktes während der Embryonalentwicklung. Die Symptome können bereits im Welpenalter auffallen, in manchen Fällen werden sie jedoch erst später eindeutig erkannt.