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Laparoskopie

Laparoskopische Operationen sind noch relativ neu in der Tiermedizin. Auch in der Veterinärmedizin setzt sich diese sehr sanfte Möglichkeit chirurische Eingriffe durchzuführen, immer mehr durch. Als großer Vorteil gilt auch hier, dass im Gegensatz zur klassischen Chirurgie oftmals die Operationswunden winzig klein sind. Die Gefahr der Kontamination der Bauchhöhle und daraus resultierender Wundinfektionen ist minimiert. Die Operationszeit und damit das Narkoserisiko, sind für einen geübten Chirurgen ebenfalls verringert. Die Rekonvaleszenz nach der Operation ist wesentlich verkürzt. Auf Grund der sehr kleinen Wunden ist auch das Risiko des Beleckens minimiert. Die Kosten einer minimal invasiven Operation sind oftmals höher als bei einer "normalen" Operation, allerdings relativiert sich dies sehr schnell durch die drastisch reduzierten Kosten in der Nachsorge.
Wir führen in unserer Praxis jedes Jahr mehr als hundert derartige Eingriffe mit durch. Die daraus erwachsende Expertise ermöglicht es uns auch aufwendigere laparoskopische Operationen sicher und schnell durchzuführen.
Möglich sind dabei eine ganze Reihe von Eingriffen.

Laparoskopie eines kryptorchiden Rüden

Darstellung eines im Bauchraum verbliebenen Hodens. Gut sichtbar auf dem Darmkonvolut aufliegend.

  • Biopsieentahme aus Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse
  • sanfte, endoskopische Kastration der Hündin
  • Entfernung eines kryptorchiden Hodens (Einhoder)
  • Kastration des Rüden (sinnvoll nur bei großen Rassen)
  • Blasenoperationen durch 2 kleine Schnitte (z.B. um Blasensteine zu entfernen) Video dazu
  • Darmoperationen durch 2 kleine Schnitte (z.B. um Tumore oder Fremdkörper zu entfernen)
  • prophylaktische Befestigung des Magens zur Verhinderung einer Magendrehung (Gastropexie)