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Kleben statt Nähen

Kleben statt Nähen–Erfahrungen mit Hautkleber

laparoskopisch entfernter Blasenstein

laparoskopisch entfernter Blasenstein

kleiner Blasenstein, winziger Schnitt

Kleben statt Nähen Anwendungsbericht / WDT News / 2 | 2010


Seit 2004 operieren wir in unserer Praxis minimal invasiv. Angeregt durch Erfahrungen aus der Humanmedizin haben wir dabei sehr schnell begonnen, die teils winzigen Wunden nicht mehr zu nähen oder zu klammern, sondern mittels eines Hautklebers zu versorgen. 2007 wurde die Firma Henkel auf unsere Praxis aufmerksam und bat uns, die Entwicklung eines auf tiermedizinische Belange spezialisierten Hautklebers zu begleiten. Auf Grund dieser Tatsache arbeiten wir bereits seit 2007 mit VETLOC.
Wie so vieles in der Medizin hat diese Methode Vor- und Nachteile. Der Einsatz eines Hautklebers ist nicht für alle Anwendungen geeignet und befreit uns nicht generell vom teilweise mühseligen Nähen einer Wunde. In einigen Bereichen zeigt er jedoch deutliche Vorteile gegenüber dem Nähen und erleichtert häufig die schnelle Wundversorgung.

Generelle Vorteile:
Insbesondere kleine, trockene, d.h. nicht oder wenig blutende Wunden eignen sich hervorragend zur Versorgung mit VETLOC. Hier kann dem Patienten schnell und unkompliziert geholfen werden. Durch die für den Patienten schmerzlose Anwendung kann die Wundversorgung nach der Wundtoilette ohne Anästhesie erfolgen. Bereits nach wenigen Sekunden ist eine derartige Wunde zuverlässig und nebenbei optisch ansprechend versorgt.

Generelle Nachteile:
Stark blutende Wunden oder Wunden, die einer hohen mechanischen Belastung ausgesetzt sind, sind nicht das ideale Einsatzgebiet für den Hautkleber. So sind heftig blutende Verletzungen der peripheren Pinna, auch wenn es verlockend ist, nicht geeignet, durch einen Hautkleber versorgt zu werden. Ebenso sind tiefe Schnittverletzungen an den Pfoten wenig geeignet für die Versorgung durch VETLOC. Absolut contraindiziert ist der Versuch, eine infizierte Wunde oder eine Nahtdehiszenz zu kleben.

Spezielle Einsatzgebiete:
Sehr gute Erfahrungen haben wir bei der Versorgung von Laparoskopiezugängen gemacht. Hier hat sich der Einsatz des Klebstoffes bewährt. Um den Patienten wenig Anreiz zu geben, eine nach einer Laparoskopie verbliebene Wunde zu belecken, versuchen wir, möglichst wenig Material auf der Hautoberfläche zu hinterlassen. Anfangs haben wir daher die Öffnungen intra cutan vernäht. Durch den Knoten kam es allerdings immer wieder zu kleinen Schwellungen im Wundbereich. Ebenso tat es uns leid, 90% des teuren resorbierbaren Fadens zu verwerfen. Durch den Einsatz des Klebstoffes haben wir keine Probleme mehr mit den Knoten. Auch der Verbrauch an Nahtmaterial ist deutlich zurückgegangen. Die Patienten belecken dabei äußerst selten den geklebten Wundbereich.

Einsatz bei Heimtieren
Eine weitere sehr positive Erfahrung haben wir beim Einsatz von VETLOC bei der Wundversorgung von Heimtieren gemacht. Operationswunden nach der weiblichen Kastration des Kaninchens waren oft problematisch, da die Haut zu fein ist, um sie komplikationslos intra cutan zu nähen. Eine klassische Wundnaht führte allerdings häufig zu belecken und benagen durch den Patienten. Diese Probleme sind deutlich zurückgegangen, seit dem wir derartige Wunden kleben. Auch andere Operationswunden beim Kaninchen lassen sich hervorragend mit sehr gutem Heilungsverlauf kleben.

Interessanterweise reagieren Katzen unserer Erfahrung nach etwas anders. Hier sind wir, vor allem nach der weiblichen Kastration, wieder zur klassischen Naht zurückgekehrt, da einige Katzen die geklebten Wunden beleckt haben. Dieses Problem hatten wir mit der normalen Naht kaum.

Anwendung von VETLOC
Die Anwendung ist denkbar einfach. Nach Naht der Subcutis werden die Wundränder sauber adaptiert und mit Pinzette oder Fingern in Position gehalten.
Wunden die unter etwas mehr Spannung stehen, können auch geklebt werden, allerdings sollte dann vorübergehen die Wunde durch ein Klebepflaster etwas entlastet werden.

Gelegentlich kann, vor allem bei feuchter Hautoberfläche etwas Klebstoff rund um die Wunde weiß auskristallisieren. Dies hat - unserer Erfahrung nach keinen Einfluss auf die Wundheilung.


Sanfte, endoskopische Kastration

Sanfte, endoskopische Kastration

Wir operieren seit mehr als 10 Jahren Hündinnen endoskopisch. Aus dieser bundesweit einzigartigen Erfahrung und aus mehr als 3000 "sanften Kastrationen" in den letzten Jahren hat das Team um Fachtierarzt für Kleintiere Dr. Jens Diel sich eine außerordentliche Routine in dieser, für den Anfänger doch recht komplizierten, OP Technik erarbeitet.

Von unserer Routine in minimal invasiven "sanften" Eingriffen profitieren unsere Patienten durch kürzere Operations- und somit Narkosezeiten. Das Narkoserisiko und die Gefahr von Wundinfektionen sinken dadurch signifikant.

Augenheilkunde

Augenheilkunde

Fr. Dr. Constanze Ostertag ist eine der wenigen Tierärztinnen, die auf Erkrankungen am Auge beim Kleintier spezialisiert sind. Durch Ihre mehrjährige Ausbildung im Bereich Augenheilkunde und der Erlangung der Zusatzbezeichnung Augenheilkunde, ist sie in der Lage, auch komplexe Augenerkrankungen zu diagnostizieren und erfolgreich zu therapieren.

Ihr stehen in unserer Praxis verschiedene Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie zur Verfügung.

Kardiologie

Kardiologie

Unsere kardiologische Abteilung wird von Frau Dr. Claudia Kluge, GPCert(Cardio), geleitet.

Frau Dr. Kluge arbeitet seit 2007 in unserer Praxis. Als eine der ersten Tierärztinnen Deutschlands, hat Sie sich international im Fachgebiet der Herzerkrankungen beim Kleintier als Kardiologin zertifiziert, GPCert(Cardio). Dank Ihrer fundierten Ausbildung ist Sie in der Lage, auch komplexe Herzerkrankungen zu diagnostizieren und therapeutisch zu begleiten.

Laserlithotripsie (Harnsteinzertrümmerung)

Laserlithotripsie (Harnsteinzertrümmerung)

Die Laserlithotripsie ist eine in der Humanmedizin seit Jahren etablierte Therapieform zur Behandlung von Harnsteinen. Kleinere Steine können mittels Steinfasszangen oder Steinfasskörbchen direkt aus dem Hohlsystem entfernt werden. Größere Steine werden zunächst in der Blase oder in der Harnröhre zertrümmert und dann mittels Steinfasskörbchen geborgen.

Brachycephalie

Gezielte Zucht auf eine Verkürzung des Schädels hat zur Ausbildung der sogenannten brachyzephalen Rassen ("brachis" = kurz und "cephalus" = Kopf) geführt. Durch Zuchtauslese wurden besonders Nase u...

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